Video: Die zehn größten Managementfehler auf einen Blick

posted 20 Feb 2017, 01:49 by Christoph von Gamm   [ updated 20 Feb 2017, 01:52 ]

Die zehn größten Management-Fehler auf einen Blick



Die zehn größten Managementfehler auf einen Blick

Manchmal schleichen sich ein paar Gedanken in das Ideengut des Managements ein, die langfristig dafür sorgen, dass ein Unternehmen den Bach heruntergehen kann. 

  1. Gross ist besser, denn dann kann man mit der Menge einsparen. Im Zweifel müssen die Dinge konsolidiert, Redundanzen eliminiert und Verschwendungen beseitigt werden, das reicht dann schon. Auf jeden Fall: Je grösser, desto genauer muss alles vorher geplant werden.
  2. Nur diejenigen, die zu geringen Kosten produzieren sind die einigen Gewinner. Sieger machen es immer billiger. 
  3. Alles muss analysiert werden. Finanz-Forecasts sind das A und O eines Unternehmenserfolgs, Planung ist alles. 
  4. Friedensstörer müssen beseitigt werden, vor allem herausragende Koryphäen, erleuchtete Geister oder andere „Propeller-Heads“. Die stören nur den normalen Arbeitsablauf. Besser drei normale, angepasste Leute an die Sache setzen als einen genialen Störer.
  5. Die Aufgabe eines Managers ist es, Entscheidungen zu fällen. Ein Tag ohne getroffene Entscheidung ist ein verlorener Tag. Entscheidungen dürfen keinen Spielraum lassen.
  6. Alles kann mit Controlling erlegt werden. Die Aufgabe eines Managers ist es, die Dinge sauber und unter Kontrolle zu halten. Chaos muss vermieden werden. Die Organisationsstruktur muss detailliert vorliegen, sonst funktioniert eh nichts. Ausführliche Arbeitsplatzbeschreibungen sind wichtig. Matrixorganisations-Charts sind eine hervorragende Angelegenheit. Mitarbeiter sind ein Produktionsfaktor, und das sollen sie auch zu spüren bekommen!
  7. Mit Geld geht alles. Besonders dann, wenn es sich darum handelt, Mitarbeiter zu motivieren. Hauptsache, die Asche stimmt. Produktivität stellt sich dann schon von alleine ein.
  8. Qualitätskontrolle ist eine tolle Einrichtung. Klar, doppelt so viele Qualitätskontrolleure, und die Qualität ist doppelt so gut – was sonst. Und das ganze Gerede von den Japanern, die mit einem Drittel an Qualitätskontrolleuren doppelt so gute Produkte herstellen, das ist doch sowieso Käse. 
  9. Geschäft ist Geschäft. Wer einmal Finanzzahlen lesen kann, kann das in jeder Branche – egal, ob es sich um Kartoffelchips oder Computerchips handelt.
  10. Alles ist vorbei, wenn das Wachstum aussetzt. Ohne Gewinnwachstum ist die Firma am Ende, und alles geht den Bach hinunter.
Können hier mehrere Punkte mit „So ist es auch bei uns“ beantwortet werden, sollten vielleicht die Alarmglocken läuten. Original erschienen in IT Management 04/1995 - von Christoph v. Gamm, 



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